06/07/2026 0 Kommentare
Auftauchen mit Gott: Tauffest an der Havel
Auftauchen mit Gott: Tauffest an der Havel
# 0 Aktuelles aus dem Pfarrsprengel

Auftauchen mit Gott: Tauffest an der Havel
"Auftauchen mit Gott – ich bin, wo du bist!" Unter diesem Motto feierte der Kirchenkreis Charlottenburg-Wilmersdorf am Sonntag sein diesjähriges Tauffest an der Badestelle Schildhorn an der Havel. Insgesamt 24 Menschen – vom Baby bis zum Erwachsenen – wurden dort unter freiem Himmel getauft. Mit dabei waren aus unserem Sprengel Pfarrer Oliver Neick von der Gustav-Adolf-Gemeinde und Pfarrer Eike Thies aus der Luisengemeinde.
Schon der Beginn zeigte, dass ein Gottesdienst unter freiem Himmel immer auch ein kleines Abenteuer ist: Während des Aufbaus regnete es noch, später setzte sich die Sonne durch. Dazwischen sorgten kräftige Windböen immer wieder für Bewegung – bei den Liedblättern ebenso wie in den Baumwipfeln. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb entstand eine besondere Atmosphäre direkt am Wasser.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von verschiedenen Musikerinnen und Musikern gestaltet. Gitarrenklänge trafen auf Blechbläser wie Saxophon und Posaune. Gemeinsam sang die Taufgemeinde bekannte Lieder wie „Dich rühmt der Morgen“ und „Geh unter der Gnade“, die am Ufer der Havel eine ganz eigene Wirkung entfalteten.
Im Mittelpunkt standen natürlich die Taufen. Jede war so individuell wie die Menschen selbst. Manche Täuflinge wurden mit Havelwasser am Kopf getauft, andere wollten das Wasser ganz bewusst erleben und tauchten sogar mehrfach unter. Gerade diese Vielfalt machte deutlich: Gottes Zusage gilt allen Menschen – unabhängig vom Alter und auf persönliche Weise.
Ein besonders schöner Moment folgte nach den Taufen: Für jeden Täufling wurde eine Taufkerze entzündet, manche von ihnen waren liebevoll und kreativ gestaltet. So wurden sie zu einem sichtbaren Zeichen für den neuen Lebensabschnitt unter Gottes Segen. Da machte es auch nichts, dass der Wind manche Kerzen nur kurz flackern ließ.
Wer an diesem Tag nicht zur Taufe kam, konnte sich segnen lassen oder sich an die eigene Taufe erinnern. Einige Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich von den Pfarrpersonen einen persönlichen Segen zusprechen zu lassen oder eine Tauferinnerung zu empfangen.
Damit möglichst viele Menschen teilnehmen konnten, war auch an diejenigen gedacht, die nicht so gut zu Fuß sind: Von der Bushaltestelle bis zur Badestelle brachten die Pfarrer sie kurzerhand mit zwei Rikschas – ein ebenso praktischer wie sympathischer Service.
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