Tag des Offenen Denkmals in der Gedenkregion

Tag des Offenen Denkmals in der Gedenkregion

Tag des Offenen Denkmals in der Gedenkregion

# 1.9 Gedenkarbeit

Tag des Offenen Denkmals in der Gedenkregion

TAG DES OFFENEN DENKMALS 2026

12. September 2026 – Angebote am Pfad der Erinnerung

in der Gedenkregion Charlottenburg-Nord / Plötzensee

 

In der Hinrichtungsstätte Plötzensee wurden in den Jahren 1933 bis 1945 fast 3000 durch die NS-Unrechtsjustiz zum Tode Verurteilte hingerichtet, darunter viele Menschen des Widerstandes.

Der Pfad der Erinnerung verbindet die Gedenkstätte Plötzensee (ehemalige NS-Hinrichtungsstätte) mit modernen Kirchen, die in ihrer architektonischen und künstlerischen Gestaltung das Thema „Plötzensee“ aufnehmen: Die Ev. Gedenkkirche Plötzensee (1970), die Kath. Gedenkkirche Maria Regina Martyrum (1963) und die Ev. Sühne-Christi-Kirche (1964). Straßen und Schulen in der Region tragen die Namen von Menschen des Widerstandes.

Der Pfad der Erinnerung wird ergänzt durch Kunstwerke im Stadtraum, die an Widerstandkämpferinnen und -kämpfer erinnern. Darunter sind mehrere großflächige Wandgemälde (Murals).

Die verschiedenen Träger bilden ein aktives Netzwerk der Gedenkarbeit.

Mit dem vielseitigen Programm zum Tag des Offenen Denkmals laden wwir Sie ein, die Gedenkregion zu entdecken.

Übersicht

8.00 – 18.00 Uhr     Besichtigungszeit Kath. Gedenkkirche Maria Regina Martyrum
10.00 Uhr               Führung JVA Plötzensee
12.00 – 15.00 Uhr   Fahrradtour auf dem Pfad der Erinnerung

13.30 Uhr               Führung JVA Plötzensee

16.00 Uhr               Führung durch die Kath. Gedenkkirche Maria Regina Martyrum
16.00 – 18.00         Besichtigungszeit Ev. Gedenkkirche Plötzensee
17.30 Uhr               Führung durch die Ev. Gedenkkirche Plötzensee

Nähere Informationen unten


Ehem. Strafanstalt Berlin-Plötzensee in der Gedenkregion Charlottenburg-Nord

In der NS-Zeit war die heutige JVA Plötzensee Haftort für zahlreiche Opfergruppen der NS-Unrechtsjustiz. Dazu zählten Männer und Frauen des Widerstands, politische Häftlinge sowie ausländische Zwangsarbeiter. Auch die als „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ bezeichneten Häftlinge waren Opfer neuer diskriminierender Rechtsvorschriften. Besonders betroffen waren die vielen jüdischen Gefangenen, die durch antisemitische NS-Gesetze kriminalisiert wurden und hier inhaftiert waren. Im Projekt „Stimmen aus Plötzensee“ des Anne Frank Zentrums haben sich Inhaftierte mit der Geschichte des Ortes befasst und gelernt, sie weiterzugeben.

10.00 Uhr Führung: (Bau-)Geschichte und Vorstellung ausgewählter Biografien ehem. Inhaftierter.

13.30 Uhr Führung: Rundgang mit Inhaftierten – Fokus auf Biografien – jüdische Geschichte der JVA.

Wichtig! Für beide Führungen ist eine Anmeldung erforderlich: sozialearbeit@jvapls.berlin.de

(Mindestalter 18 Jahre. In der Anmeldung sind anzugeben: Name, Vorname, Geburtsdatum und Ausweisnummer. Einlass nur mit gültigem Ausweisdokument und bestätigter Anmeldung. Ein vorzeitiges Verlassen der Führung ist nur eingeschränkt möglich.)

Treffpunkt: Friedrich-Olbricht-Damm 16, 13627 Berlin, barrierefrei zugänglich.
Einlassbeginn jeweils 30 Minuten vorher. Bitte mindestens 20 Minuten vor Beginn der Führung vor Ort sein!

Veranstaltende: Justizvollzugsanstalt Plötzensee
www.berlin.de/justizvollzug/anstalten/jva-ploetz ensee/die-anstalt/historie/

Kontakt: Luise Lemke sozialearbeit@jvapls.berlin.de

 Hinweis: Anschließend ist eine Teilnahme an der „Fahrradtour auf dem Pfad der Erinnerung“ möglich – siehe unten.

 

Fahrradtour auf dem Pfad der Erinnerung

Auf der geführten Fahrradtour werden Sie einen Eindruck von der Gedenkregion Charlottenburg-Nord erhalten. Besucht werden die Gedenkstätte Plötzensee, die Ev. Gedenkkirche Plötzensee, die Kath. Gedenkkirche Maria Regina Martyrum. Der Weg führt an mehreren Kunstwerken (Wandbildern) vorbei, die Menschen des Widerstandes gewidmet sind. An der Ev. Sühne-Christi-Kirche (Nähe U-Bhf. Halemweg) endet die Tour.

Beginn: 12.00 Uhr (Dauer ca. 3 Stunden)
Treffpunkt: JVA Plötzensee (Historisches Torhaus), Friedrich-Olbricht-Damm 16
Leitung: Pfr. i.R. Michael Maillard

Anmeldung: Zu der entgeltfreien Führung ist eine Anmeldung erforderlich unter vhs@charlottenburg-wilmersdorf.de oder unter (030)902928873
Kursnummer: CW101-108H

Veranstaltende: VHS City West www.vhs-city-west.de
Kontakt: Judith Rannenberg judith.rannenberg@charlottenburg-wilmersdorf.de

 

Gedenkkirchen am Pfad der Erinnerung (Heckerdamm)

 Zwei Kirchen der 1960er Jahre, verbunden durch den Bezug auf die nahe gelegene ehem. NS-Hinrichtungsstätte Plötzensee, eine verwandte „brutalistische“ Betonarchitektur, den gemeinsamen Glockenturm und intensive ökumenische Zusammenarbeit:

Die Kath. Gedenkkirche Maria Regina Martyrum (1960–63) ist die zentrale Gedächntiskirche der Deutschen Katholik*innen für die Blutzeugen der Jahre 1933 – 1945. Sie wird u.a. geprägt von dem monumentalen, abstrakten Altargemälde „Das himmlische Jerusalem“ von Georg Meistermann.

In der Ev. Gedenkkirche Plötzensee erinnern die 16 Tafeln des „Plötzenseer Totentanzes“ (1969–72) von Alfred Hrdlicka an die Opfer von Plötzensee und verweisen auf die heutige Bedrohungen der Menschen.

 Öffnungszeiten
8.00-18.00 Uhr Kath. Gedenkkirche Maria Regina Martyrum (auch Sonntag, 13.9.)
16.00-18.00 Uhr Ev. Gedenkkirche Plötzensee

Führungen
16.00 Uhr Maria Regina Martyrum
17.30 Uhr Gedenkkirche Plötzensee

Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht erforderliclh.

Adressen
Kath. Gedenkkirche Maria Regina Martyrum: Heckerdamm
Ev. Gedenkkirche Plötzensee: Heckerdamm 226
13627 Berlin (Charlottenburg-Nord)

Veranstaltende
Ökumenisches Gedenkzentrum Plötzensee e.V. www.gedenkzentrum.de
Kontakt: Pfarrer i.R. Michael Maillard kontakt@gedenkzentrum.de

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 Das Gesamtprogramm des Tages des Offenen Denkmals in Berlin (12./13.9.2026) finden Sie unter https://www.berlin.de/landesdenkmalamt/veranstaltungen/tag-des-offenen-denkmals/

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Eine Information des
Ökumischen Gedenkzentrums Plötzensee ‚Christen und Widerstand‘
Heckerdamm 226, 13627 Berlin
kontakt@gedenkzentrum.de |
www.gedenkzentrum.de
Zusammenstellung: Michael Maillard (Tel. 030-3942488)

 

                          

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