Abschied und Aufbruch – ein Gottesdienst im Zeichen der Erneuerung

Abschied und Aufbruch – ein Gottesdienst im Zeichen der Erneuerung

Abschied und Aufbruch – ein Gottesdienst im Zeichen der Erneuerung

# Gemeindeleben

Abschied und Aufbruch – ein Gottesdienst im Zeichen der Erneuerung

Der erste Gottesdienst in der Gustav-Adolf-Kirche 2026 stand ganz im Zeichen von Wandel und Neubeginn. Mit großer Wertschätzung verabschiedete die Gemeinde den bisherigen Gemeindekirchenrat und dankte ihm für sein Engagement in den vergangenen sechs Jahren – einigen Mitgliedern sogar für eine noch längere Amtszeit.

Die zurückliegende Legislatur war von besonderen Herausforderungen geprägt. Insbesondere die Coronapandemie stellte das kirchliche Leben vor völlig neue Aufgaben. Gottesdienste konnten zeitweise nur online stattfinden, persönliche Begegnungen waren stark eingeschränkt. Gleichzeitig erwies sich diese Zeit auch als Motor für notwendige Entwicklungen: Die Digitalisierung der Gemeindearbeit wurde deutlich vorangetrieben und neue Formen der Beteiligung und Kommunikation konnten erprobt und etabliert werden.

Neben diesen äußeren Umständen war die Amtszeit des Gemeindekirchenrates auch von inhaltlichen und strukturellen Neuerungen geprägt. Dazu gehörten unter anderem die Einführung von Abendgottesdiensten, der Kirche Kunterbunt als regelmäßiges Format für Familien mit Kindern sowie eine immer enger werdende Zusammenarbeit mit unserer Partnergemeinde in Charlottenburg-Nord. Diese mündete schließlich im Zusammenschluss zum Pfarrsprengel Lietzow gemeinsam mit der Trinitatis- und der Luisen-Gemeinde. Auch personelle Veränderungen, etwa im Bereich der Kirchenmusik und der Chorarbeit, gehörten zu den Entwicklungen der vergangenen Jahre. Manche Neuerungen sind sogar im ganzen Kiez hörbar, wie das tägliche Glockenläuten um 12 Uhr und um 18 Uhr.

Im selben Gottesdienst wurde zugleich der neue Gemeindekirchenrat für die kommenden sechs Jahre eingeführt. Vier neue Gesichter bringen frische Perspektiven in das Leitungsgremium ein, das insgesamt deutlich jünger geworden ist. Begleitet wurde dieser Übergang von der Jahreslosung: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5). Diese Worte geben dem Wechsel eine klare Orientierung: Dankbar zurückblicken, offen sein für Veränderung und mit Vertrauen in die Zukunft gehen.

Der Blick nach vorn zeigt, dass auch das Jahr 2026 reich an besonderen Ereignissen sein wird. Ein Höhepunkt wird die Feier zum 111-jährigen Bestehen der Gustav-Adolf-Gemeinde am 4. Oktober sein. Bereits im Februar treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Sprengel-Gemeinden zur neuen „Zukunftswerkstatt“, in der zentrale Themen für die weitere Entwicklung des Pfarrsprengels erarbeitet werden sollen. Die wachsende Zusammenarbeit wird zudem durch einen gemeinsamen Pfarrsprengel-Gemeindebrief sichtbar, der erstmals im Sommer erscheinen wird.

Auch gottesdienstlich dürfen sich Gemeinde und Sprengel auf besondere Momente freuen, etwa auf den österlichen Frühgottesdienst um 5:30 Uhr am Ostersonntag oder den gemeinsamen Sprengelgottesdienst an Christi Himmelfahrt auf dem Mierendorffplatz.

Der heutige Gottesdienst machte deutlich: Die Gustav-Adolf-Gemeinde steht auf einem tragfähigen Fundament aus Engagement, Zusammenarbeit und Offenheit für Neues. Mit einem neu zusammengesetzten Gemeindekirchenrat und klaren gemeinsamen Perspektiven geht sie zuversichtlich in dieses und die kommenden Jahre – im Vertrauen darauf, dass Gott auch weiterhin „alles neu macht“.

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