"Stunden wie Tage" - Gesprächslesung mit Shelly Kupferberg

"Stunden wie Tage" - Gesprächslesung mit Shelly Kupferberg

"Stunden wie Tage" - Gesprächslesung mit Shelly Kupferberg

Donnerstag, 30. April 2026, 19:00 Uhr
Gedenkkirche Plötzensee, Heckerdamm 226, 13627 Berlin
Eintritt frei. Wir freuen uns über Spenden.

"Stunden wie Tage"
Gesprächslesung mit Shelly Kupferberg

Donnerstag, 30. April 2026
Ev. Gedenkkirche Plötzensee
Heckerdamm 226 | 13627 Berlin


19.00 Uhr   Auftakt
Einführung in die Biografie von Liane Berkowitz (Pfr. i.R. Michael Maillard)
anhand der Ausstellung "Lebensorte von Lanka und Remus"
- Getränkeangebot -

20.00 Uhr   Gesprächslesung mit Shelly Kupferberg
"Stunden wie Tage"

- Einritt frei! Wir freuen uns über Spenden.

Berlin, in den 1940er-Jahren: Martha E. ist fleißig und äußerst sparsam. Gute Eigenschaften für die Stelle als Hausbesorgerin, die sie im Schöneberger Mietshaus der jüdischen Brüder Berkowitz innehat. Liane Berkowitz, (Adoptiv-)Tocher von Henry Berkowitz, ist ein neugieriges und lebenslustiges Mädchen, das mitten im Krieg die Liebe kennenlernt – und den Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Am 5. August 1943 wird sie im Alter von 19 Jahren in Plötzensee hingerichtet.
Jahrzehnte später wandert Martha die Straßen Schönebergs entlang, zerlumpt und abgerissen. Jeder kennt sie, doch keiner weiß, wer sie wirklich ist: eine Millionärin und Zeugin von Lianes schicksalhaftem Leben.

Shelly Kupferberg, geboren 1974 in Tel Aviv, ist in Westberlin aufgewachsen und hat Publizistik, Theater- und Musikwissenschaften studiert. Sie ist Journalistin und moderiert für ›Deutschlandfunk Kultur‹ und ›RBB radio3‹ Sendungen zu Kultur und Gesellschaft. Ihr erstes Buch ›Isidor‹ war ein Erfolg bei Publikum und Presse. Mit dem Roman "Stunden wie Tage" legt sie nun ihr zweites Buch vor.
Shelly Kupferberg lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Anlässlich der Lesung zeigen wir noch einmal die Ausstellung "Lebensorte von Lanka und Remus" (2023) im Gemeindesaal der Ev. Gedenkkirche Plötzensee. (Informationen zu Liane "Lanka" Berkowitz und Friedrich "Remus" Rehmer siehe unten). Die Ausstellung kann am 30. April ab 16 Uhr angeschaut werden.

Hinweis
18.00 Uhr   Ökumenische Friedensvesper
in der benachbarten Kath. Gedenkkirche Maria Regina Martyrum (Krypta), Heckerdamm 232, 13627 Berlin. Zu dem Abendgebet laden die Schwestern des Karmel-Klosters Regina Martyrum ein.
(Anschließend ist die Gedenkkirche Plötzensee geöffnet, so dass Sie bis zum Beginn der Lesung die Kirche und die Ausstellung besichtigen oder ein Getränk zu sich nehmen können.)

Ergänzendes Angebot
Pfr. i.R. Michael Maillard lädt ein zu einem Stadtspaziergang
"Liane Berkowitz' Lebensorte"

Sonnabend, 9. Mai 2026
15 Uhr
Treffpunkt: Viktoria-Luise-Platz (am Springbrunnen)
(Geburtshaus, Wohnhaus, Heilsche Abendschule, St. Wladimir-Kirche, Restaurant Orient, Ort der Zettelklebe­aktion Uhlandstr./Ecke Ku’damm)
Dauer ca. 2 Stunden
Teilnahmebeitrag: 10 Euro
Wir bitten um Anmeldung bis 7.5.2026:

oder: anmeldung@gedenkzentrum.de



Bitte vormerken:

Der nächste "Plötzenseer Abend" (im "klassischen Format") wird am Donnerstag, 28. Mai 2026, stattfinden:
18.30 Uhr   Ökumenisches Friedensgebet (Maria Regina Martyrum)
19.30 Uhr   "DA HABEN DIE DORNEN ROSEN GETRAGEN" - Wie aus Tod neues Leben wachsen kann.  ROSEN FÜR DEN FRIEDEN - Ein Kunstprojekt von Carolin Lauscher



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Liane Berkowitz – genannt „Lanka“

  • Geboren am 7. August 1923 in Berlin
  • Aufgewachsen in Berlin-Schöneberg
  • Tochter von Flüchtlingen aus der Sowjetunion
  • Muttersprache: Russisch
  • Orthodoxe Christin
  • Schülerin an einem Abendgymnasium
  • Mitglied in einem oppositionellen Freundeskreis
  • Klebte nachts Zettel gegen eine Nazi-Ausstellung
  • Wurde verhaftet, als sie im dritten Monat schwanger war
  • Brachte im Gefängnis ihre Tochter Irina zur Welt
  • Verurteilt wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“

Am 5. August 1943 wurde Liane im Alter von 19 Jahren in Berlin-Plötzensee ermordet.

Friedrich (Fritz) Rehmer – genannt „Remus“

  • Geboren am 2. Juni 1921 in Berlin
  • Wuchs als Kind einer Arbeiterfamilie in Berlin-Neukölln auf
  • Arbeitete als Justierer
  • Schüler eines Abendgymnasiums
  • Mitglied einer illegalen Jugendgruppe
  • Nach dem Abitur Hilfslehrer am Abendgymnasium
  • Freund von Liane Berkowitz und Vater ihres Kindes
  • Zum Tode verurteilt wegen „Wehrkraftzersetzung“ im Zusammenhang mit Aktionen der „Roten Kapelle“.

Am 13. Mai 1943 wurde Remus im Alter von 21 Jahren in Berlin-Plötzensee ermordet.

Mehr Informationen über Liane Berkowitz und Friedrich Rehmer finden Sie hier.

Es lädt ein: Ökumenisches Gedenkzentrum Plötzensee

Ein Angebot am "Pfad der Erinnerung"

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